Der Eber Bajie aus „Die Reise in den Westen“

Der Eber Bajie ist einer der vier Pilger aus „Die Reise in den Westen“, die die Bühne des Shen-Yun-Ensembles betreten. Er war ein würdevoller Unsterblicher und himmlischer Admiral und befehligte mehr als 80.000 Seekrieger. Eines Abends betrank er sich jedoch und machte der schönen Mondgöttin Chang'e unangebrachte Avancen. Er wurde 2.000 Mal ausgepeitscht und in die Welt der Sterblichen verbannt.
Dort wurde er im Mutterleib einer Wildsau gezeugt und erschien als menschenähnliches Schweinemonster mit einem riesigen Bauch, spitzen Ohren und einer Schnauze auf der Erde. Er ließ sich in einer Höhle am Hang des Fuling-Berges nieder und führte ein erbärmliches Leben.
Eines Tages bekommt Bajie die Gelegenheit, sich nützlich zu machen. Die Göttin Bodhisattva Guanyinkommt zufällig vorbei. Sie ist auf der Suche nach einigen mutigen Reisenden, die mit einem Mönch auf der Suche nach heiligen Schriften nach Westen ziehen sollten. Guanyin überzeugt den reumütigen Bajie, dass dies seine Chance auf Erlösung ist: Er soll sich der Suche anschließen, den Mönch beschützen und so Verdienste erlangen. „Warte auf die anderen“, sagt sie zu ihm.
Doch Bajie fällt es schwer, seine lüsternen Gewohnheiten abzulegen. Er besucht das nahegelegene Dorf Gaolao, um eine junge Frau zu entführen und sie zur Heirat zu zwingen.
Gerade in diesem Moment kommen der Affenkönig und der Tang-Mönch, die sich bereits auf ihrer Reise befinden, an den besorgten Dorfbewohnern vorbei. Als der Affenkönig den bösen Plan Bajies erkennt, macht er sich mit seinem goldenen Stab auf die Jagd nach ihm, der mit einer Harke bewaffnet ist. Der Affenkönig besiegt Bajie, rettet das vor Schreck erstarrte Mädchen und beruhigt die Dorfbewohner.
Gerade als der Affenkönig sich um Bajie kümmern will, erscheint die Bodhisattva Guanyin und eröffnet ihnen, dass sie dazu bestimmt sind, Brüder auf einer gemeinsamen Reise zu sein. Bajie wird auf der Stelle ein Schüler des Tang-Mönchs und die drei machen sich auf den Weg ins alte Indien.
4. Oktober 2026
